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Möglichkeiten und Limitierungen im Leadership

Möglichkeiten und Limitierungen im Leadership

Menschenführung

Leadership ist seit Jahren ein stark gehyptes Wort und wir gebrauchen es ganz selbstverständlich um Führung, Entscheidungsfreude, Vision o.ä. zu beschreiben.

Die genaue Definition findet sich natürlich bei Wikipedia und die Datenbank sagt:

Leadership bedeutet: Menschenführung.

„Menschenführung ist in der Sozialpsychologie ein soziales Verhalten von Personen oder Personenvereinigungen, andere Personen oder Gruppen durch Führung in eine gewünschte Richtung zu beeinflussen oder zu leiten.“

Hört sich auf den ersten Blick recht einleuchtend und einfach an – und doch ist es wohl einer der komplexesten Prozesse, die man sich vorstellen kann.

Warum?

Weil Menschen komplex sind.

Sie kennen womöglich das Bild vom Eisberg. Der Großteil davon befindet sich unsichtbar unter Wasser und nur eine kleine Spitze ragt aus der Wasseroberfläche heraus. Menschen sind wie solche Eisberge. Wir sehen nur das Verhalten das uns gezeigt wird.

Wir haben demnach keine Ahnung, welche Prägungen, Werte, Verletzungen und Überzeugungen dem Verhalten zugrunde liegen, wir können nur beurteilen, was wir sehen.

Doch damit nicht genug.

Die Komplexität erhöht sich zudem durch den Ich-Faktor. Sprich, die Person die das Verhalten der anderen Person wahrnimmt tut das aus der Ich-Perspektive heraus. Diese wird ebenfalls maßgeblich durch den unbewussten Teil (Eisberg unter Wasser) beeinflusst, so dass das was gesehen wird, dem entspricht, was man schon kennt, bzw. annimmt.

Menschen sind subjektive Wesen.

Ohne das Ausmaß und die Beschaffenheit der verborgenen Anteile zu kennen, kommt das einem blinden Navigieren nach dem Prinzip Trial and Error gleich. Das ist schwierig genug. Doch jetzt sollen auch noch alle positiv beeinflusst und auf ein bestimmtes Ziel hingeleitet werden?

Wow!

Kein Wunder, dass es Bücherwände von Ratgebern dazu gibt sowie Seminare, Workshops und natürlich auch Coaches (wie mich) die sich mit diesem Thema beschäftigen.

Ich fasse das in einer Frage zusammen:

How to explore the bottom of the iceberg?

Und versuche das Komplexe, einfach zu halten.

  1. Interesse
  2. Unvoreingenommenheit
  3. Geduld

Ich bin sicher, die Liste könnte noch um vieles erweitert werden, aber wieso etwas Komplexes, noch komplexer machen und womöglich den Mut verlieren, bevor man beginnt?

 

  1. Fangen wir doch direkt mit Interesse an.

Sich für einen Menschen zu interessieren bedeutet, mehr von ihm erfahren zu wollen, als das, was dieser vor sich herträgt. Wer sich nicht für andere interessiert, sollte nicht selbstverständlich davon ausgehen, dass andere sich für die eigenen Ziele und Belange interessieren – auch wenn man die Chefin/der Chef ist.

Fragen und Verstehen wollen ist feinstofflicher, als Bewertung und Ablehnung.

Vielleicht fragen Sie sich jetzt, was Feinstofflichkeit mit Führung zu tun hat. Nun, sollte die Frage nicht eher lauten, was sie nicht damit zu tun hat?

Wir haben eben schon festgestellt, dass wir es mit einer großen Unbekannten unterhalb der Wasseroberfläche zu tun haben. Grobmotorisch navigiert, wird die Kollision nicht lange auf sich warten lassen.

Viele Sachbücher zum Thema Leadership geben jede Menge Methoden-Tipps, doch was nützt das beste Rezept, wenn man die Gewürze für ein Gericht nicht schmecken kann?

Dafür braucht es Hingabe, Interesse und Gespür.

 

  1. Wer sich unvoreingenommen auf neue Mitarbeiter einlässt, hat die echte Chance auf neue Leistungsträger im Unternehmen.

Vertrauen ist feinstofflicher als Misstrauen.

Diskussionen über die Sinnhaftigkeit von New Work und den Herausforderungen mit Generation Z & Co., lassen eines im Wesentlichen verblassen.

Nämlich: Die Welt hat sich noch nie nicht verändert. Die Welt wird von einer Gruppe von Menschen gestaltet und von anderen bewertet.     

Wer als Menschenführer*in dauerhaft auf `Autopilot` schalten möchte, wird sich nicht lange zurücklehnen können. Leadership bedeutet, sich ständig auf Neues einzustellen und einzulassen. Immer wieder Kurskorrekturen vorzunehmen und vor allem im Kontakt zu bleiben mit dem Team UND dem Ziel.

 

  1. Da kann einem schonmal die Luft ausgehen.

Das Ganze kann zehrender sein, als man denkt, denn wer ständig mit einer Kollision rechnen muss, wird angespannt. Dabei ist eine Kollision nicht zwingend ein Totalschaden, sondern sollte im besten Fall der Weiterentwicklung und Neuausrichtung dienen.

Geduld und Gelassenheit sind feinstofflicher als Ungeduld und Zorn.

Was für die einen gefühlt im Schneckentempo vorangeht, ist für die anderen ein Höllenritt im Galopp. Geschwindigkeit ist subjektiv und kaum verhandelbar. Wir leben in schnellen Zeiten und haben dennoch gleichzeitig oftmals das Gefühl, nur die Hälfte von dem was sollte, geschafft zu haben.

Erwartungen steigen im gleichen Maß wie Frustration und Unzufriedenheit. Wer keine Zeit hat, stimmt sich nicht gut ab. Wer keine Zeit hat, verzichtet auf Wartung und fährt den Motor heiß.

Das ist nicht nur mühsam, sondern auch teuer.

Wer die Details eines Uhrwerks nicht kennt, wird sich kaum vorstellen können, wie lange es dauert, ein solches Kunstwerk zur Vollkommenheit zu erstellen.

Ein*e Leader*in muss nicht jeden einzelnen Schritt der Mitarbeiter im Detail kennen um zu verstehen, was in welcher Zeit möglich ist. Gut funktionierende Prozesse die einfach, klar und effizient sind, sind Prädikat eines umsichtigen Leaderships.

Ich arbeite täglich mit beiden Seiten des Leaderships. Zum einen mit den Führenden und zum anderen mit den Geführten.

Selten sind beide Seiten glücklich.

Deshalb arbeiten meine Klientinnen mit mir daran, dass sich das ändert.

Denn: Ist das Leben nicht zu kurz, um sich misszuverstehen?

Wenn Sie mir zustimmen und dies auch gern für sich oder in Ihrer Organisation ändern möchten, dann freue mich, von Ihnen zu hören!

Wenn Sie neugierig geworden sind und mehr erfahren wollen, nutzen Sie bitte den Terminbutton unten rechts und lassen Sie uns starten.

Ihre

Regina Reitinger

Regina Reitinger ist nach DIN EN ISO zertifizierter Master für systemisches HypnoCoaching. Als geschäftsführende Gesellschafterin der chancenreich reitinger GmbH arbeitet sie mit Kunden sowohl im B2B als auch im B2C Umfeld in der DACH Region und darüber hinaus. Ihr Beratungsschwerpunkt liegt in der systemischen Erarbeitung von nachhaltigen Handlungsansätzen zur erfolgreichen Zielerreichung. Wenn Sie interessiert sind an einem unverbindlichen Erstgespräch, buchen Sie hier Ihren kostenfreien Chancen-Talk mit Regina Reitinger.

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